Überblick

Was ist Brand Business Building?

Martin Kunze · · 2 Min. Lesezeit

Kurz gesagt

Brand Business Building heißt, eine Marke nicht in Disziplinen zu zerlegen, sondern als Geschäft aufzubauen. Erst die Marke als Fundament, dann ein fokussiertes Portfolio, dann der Weg ins Regal. Jede Stufe baut auf der vorherigen auf, und dieselbe Person behält alle drei im Blick.

Warum Marken an den Übergängen scheitern

In den meisten jungen Marken ist die Arbeit sauber aufgeteilt. Eine Agentur macht die Marke, das Produktteam das Sortiment, der Vertrieb den Handel. Jeder Teil kann für sich gut sein. Das Problem liegt dazwischen.

Die Positionierung passt nicht zum Sortiment. Das Sortiment passt nicht ins Regal. Und die Story, mit der ihr online wachst, versteht im Handel niemand. Niemand ist schuld, weil niemand das Ganze verantwortet.

Die drei Stufen

  1. Marke: das Fundament. Wofür steht ihr, für wen, und warum sollte man euch glauben? Ohne diese Antwort kauft ihr jede Kundin über Ads neu ein.
  2. Portfolio: der Fokus. Welche Produkte tragen die Marke, welche lenken ab? Ein klares Hero-Produkt ist mehr wert als zwanzig Varianten.
  3. Retail: die Skalierung. Wenn Marke und Sortiment stehen, kann der Handel Reichweite bringen. Vorher bringt er vor allem Risiko.

Danach beginnt der Kreis neu: Was ihr im Regal lernt, fließt zurück ins Portfolio. Neue Produkte, neue Händler, neue Märkte.

Woran ihr merkt, dass eine Stufe fehlt

  • Eure Ads laufen, aber niemand kann in einem Satz sagen, wofür ihr steht. → Es fehlt die Marke.
  • Das Sortiment wächst, aber kein Produkt führt klar. → Es fehlt der Portfolio-Fokus.
  • Ihr wollt ins Regal, habt aber nur ein Founder-Deck und euren ganzen Shop als Angebot. → Es fehlt die Retail Readiness.

Warum ich das so verbinde

Ich habe in allen drei Rollen Verantwortung getragen: Marken entwickelt, Portfolios mit direkter Umsatzverantwortung geführt und beides vor dem Handel vertreten. Deshalb arbeite ich nicht an einem Teil, sondern am ganzen Bild.

Was ich dabei nicht mache: Verkaufsgespräche führen oder Konditionen kalkulieren. Das macht euer Team. Ich sorge dafür, dass Marke, Sortiment und Story stehen, wenn es so weit ist.

Kurz-Check

  • Euer Team sagt in einem Satz das Gleiche, wenn man fragt, wofür ihr steht.
  • Ihr wisst, welches Produkt die Marke trägt und welches nur mitläuft.
  • Eure Story funktioniert auch ohne Ad, Algorithmus und Produktseite.
  • Ihr wisst, was ihr im Handel lernen wollt und wie es zurück ins Sortiment fließt.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zu klassischer Markenberatung?

Markenberatung endet oft bei Positionierung und Look. Brand Business Building geht weiter: Es übersetzt die Marke in ein Sortiment und in eine Story für den Handel und misst sie am Geschäft, nicht nur am Auftritt.

Für wen ist Brand Business Building gedacht?

Für kleinere und junge Marken, die skalieren wollen. Ob DTC, schon im Handel oder beides. Mein Schwerpunkt liegt auf Beauty, Personal Care, Wellness und Supplements, vom Start-up bis zur Marke, die schon im Regal steht.

Muss man alle drei Stufen durchlaufen?

Nein. Viele Marken haben eine Stufe schon gut gelöst. Wichtig ist, ehrlich zu prüfen, welche fehlt, und dort anzufangen. Wer ohne klare Marke in den Handel geht, zahlt das meistens später.

Martin Kunze im Videocall

Über den Autor

Martin Kunze ist Brand Business Builder in Berlin. Er hat Marken entwickelt, Portfolios mit Umsatzverantwortung geführt und beides vor dem Handel vertreten, im Konzern und mit Start-ups.

Lass uns reden.

Ihr wollt retail-ready werden oder im Regal den nächsten Schritt gehen? Schreib mir, wo ihr gerade steht.

martin@thebrandscaler.io
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